Symbol Hochwasser

Hochwasserschutz planen.
Sicherheit gestalten.

Mobile Hochwasserschutzwand.
Hochwasser Hintergrund
Neubaugebiet mit Bach.
© Elementa / Christina Haristes

Das fordert ELEMENTA von den staatlichen Akteuren auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene

Die Forschung ist sich sicher: Durch den Klimawandel wird es in Deutschland häufigeren und heftigeren Starkregen geben – und somit auch mehr großflächige Hochwasser. Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen allein sind nicht in der Lage, ihr Hab und Gut vor den Fluten zu schützen. Hochwasserschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss großflächiger gedacht werden als nur von Grundstück zu Grundstück. Er fußt auf lokalen, regionalen, überregionalen und sogar länderübergreifenden Maßnahmen.

In mehreren Stufen zum umfassenden Hochwasserschutz

Schutz vor Naturgefahren wie Starkregen und Hochwasser sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Für Hochwasserschutz sind in Deutschland der Bund, die Länder und die Kommunen verantwortlich. Die Hauptverantwortung tragen die Länder. Einige Aufgaben übernimmt allerdings auch der Bund, einige die Kommunen.  

Technischer Hochwasserschutz

Technischer Hochwasserschutz umfasst unter anderem Deiche und Dämme sowie Rückhaltebecken und Polder. Aber auch ausreichend dimensionierte Abwasserkanäle dienen dem Überflutungsschutz und zählen zur technischen Infrastruktur.

Naturnahe Maßnahmen

Naturnahe Maßnahmen fangen schon bei Versickerungsmulden etwa im Stadtpark an. Dazu kommen Fluss- und Bachauen, die den Gewässern ausreichend Platz zum Mäandrieren bieten. Auch wiedervernässte Moore gehören zum naturnahen Hochwasserschutz. Versiegelte Flächen zurückzubauen und sie in einen naturnahen Zustand zurückzuversetzen zählen ebenfalls zu dieser Methodik.

Technisch-naturnahe Mischformen

Mischformen aus technischem und naturnahem Hochwasserschutz nutzen Teile beider Herangehensweisen. Dazu zählen etwa Mulden-Rigolen-Versickerungszonen, die dazu geeignet sind, auch Wasser von versiegelten Flächen dem Grundwasser zuzuführen. Auch Dachbegrünungen gehören zu diesen Mischformen.


Hand in Hand zum umfassenden Hochwasserschutz

Von lokal bis international: Das ist Gemeinschaft

Hochwasserschutz fängt am einzelnen Gebäude an, hört da aber bei Weitem nicht auf. Denn gegen ein großflächiges Hochwasser mit Auswirkungen auch für weit vom eigentlichen Flussbett entfernte Gebiete helfen kleinräumliche Schutzmaßnahmen nur sehr bedingt. Hochwasserschutz baut daher auf mehreren Säulen auf: Dem Individualschutz von Hausbesitzern und Hausbesitzerinnen über lokale und regionale Prävention bis hin zu überregionalen Kooperationen.

Kommunaler Hochwasserschutz

Das ist kommunale Prävention

Den größten Teil der Hochwasserschutzprojekte in Deutschland setzen Kommunen und Landkreise um.

Hochwasserschutz von Baugebieten

Kommunen sind bei der Ausweisung von Baugebieten gefordert, Hochwassergefahr zu berücksichtigen.

Kommunales Hochwassermanagement

Diese Rechte und Pflichten sieht der Gesetzgeber für Kommunen vor.

Deiche, Rückhaltebecken & Co.

Diese Schutzmaßnahmen fallen in die kommunale Zuständigkeit.

Regionaler Hochwasserschutz

Das ist regionale Prävention

Wenn Kommunen alleine nicht weiterkommen, hilft interkommunale Zusammenarbeit.

Regionales Hochwassermanagement

Diese Rechte und Pflichten sieht der Gesetzgeber für Regionen vor.

Stauwehre & Renaturierungen

Diese Schutzmaßnahmen werden regional geplant und umgesetzt.

Überregionaler Hochwasserschutz

Das ist überregionale Prävention

Überregionales Management ist ein Baustein, die Auswirkungen eines FLusshochwassers zu minimieren.

Hochwasser großflächig managen

Hochwassermanagement ist gesetzlich verpflichtend – allerdings nur mittelbar. Die Realität ist komplex.


Weiterführende Informationen

Hochwasser und Klimawandel

Physikalische und meteorologische Ursachen für die Zunahme von Hochwasserereignissen aufgrund des Klimawandels.

Historische Flusshochwasser

Hochwasser ist keine neue Naturgefahr – wenngleich Intensität und Häufigkeit von Hochwasser steigt.

Vorhersagen und Warnsysteme

Hochwasser lässt sich in der Regel frühzeitig vorhersagen. Die Warnungen aber müssen auch bei den Menschen ankommen.