Symbol Hagel

Hagelschutz planen.
Sicherheit gestalten.

Hagelschäden an einem Gebäude
© Elementa / Christina Haristes

Wie entstehen Hagelschäden?

Hagel fällt in ganz Deutschland – mit teils heftigen Schäden an Dächern, Fassaden, Rollläden und Fenstern.

Zwar gibt es in Deutschland keine gesetzlichen Vorgaben oder Bauvorschriften, die explizit das hagelsichere Bauen in Risikogebieten vorschreiben. Die Landesbauordnungen aber regeln, dass bauliche Anlagen so beschaffen sein müssen, dass an Gebäude und Inventar keine Schäden etwa durch Wasser oder Feuchtigkeit entstehen. Daraus lässt sich in Absprache mit den Bauherrschaften der Auftrag ableiten, in der Planungs- und Bauphase hagelsichere Materialien zu berücksichtigen.


Risiko Hagelschaden

Das kann passieren

Hagel ist ein regional begrenztes Problem. Zwar hagelt es schon immer in ganz Deutschland, schwere Hagelstürme aber beschränken sich auf den Alpenraum und einige exponierte Mittelgebirge. Das wird mutmaßlich auch so bleiben, in einigen Teilen Deutschlands geht die Hagelwahrscheinlichkeit sogar zurück. Der Klimawandel aber lässt Hagelereignisse immer heftiger ausfallen, wenn es denn tatsächlich hagelt. Überlegungen zum Schutz vor Hagelschäden sollte daher in jede Bauplanung mit einfließen.

1

Schaden am Dach

Große Hagelkörner können die Dachhaut beschädigen. Bei Giebeldächern werden Ziegel zerschlagen, bei Flachdächern die Dichtungsbahnen beschädigt.

2

Schaden an der Fassade

Hagel kann die Fassade treffen wie kleine Geschosse. Er durchschlägt den Putz und beschädigt die dahinterliegende Dämmschicht oder gar das Mauerwerk.

3

Schaden an Fenstern & Türen

Fenster, Türen, vor allem aber Rollläden sind durch starken Hagelschlag gefährdet. Die Körner lassen Scheiben bersten, durchlöchern Lamellen und beschädigen Fensterrahmen.

4

Sekundäre Schäden

Tückisch sind nach Hagel die Schäden, die man gar nicht sieht: Haarrisse, in die Wasser eindringt, ein unbemerkt undichtes Dach, verzogene Fenster und Türen.

Die Auswirkungen

Hagelschaden an einem Hausdach.
© Pixabay

Schadenbilder von Hagelschäden an Gebäuden

Risikokarte

Prüfen Sie das Hagelrisiko des Planungsobjekts anhand unserer exklusiven Hagelkarte.

So wirkt Hagel am Gebäude

Nicht jedes Hagelkorn ist gleich. Verschiedene Größen und Formen sorgen für unterschiedliche Schäden.

Neuralgische Punkte

Nicht alle Gebäudeteile sind gleichstark von Hagelschlag betroffen. Lokalisieren Sie die neuralgischen Punkte.


Hagelsicheres Bauen

Die Vorbereitung vor dem Startschuss

Gegen Schäden an den dem Hagel ausgesetzten Gebäudeteilen hilft nur Widerstandsfähigkeit. Je nach Gefahrenlage am Standort des Bauvorhabens sollten daher hagelsichere Bauteile in die Planungen mit einfließen.

Dieser Hagelschutz ist möglich

Am Markt sind bereits zahlreiche hagelsichere Bauteile erhältlich. Diese gilt es gezielt einzusetzen.

Risikobeurteilung im Gebäude

Überprüfen Sie bestehende Gebäude vor Beginn einer Sanierung auf ihre Hagelsicherheit.

Kosten-Nutzen-Rechnung

Schätzen Sie zusammen mit Ihren Auftraggeber/innen ab, welche präventiven Schritte Sie gemeinsam gehen wollen.

Leitfaden

Ob Neubau oder Sanierung: Schritt für Schritt zum hagelsicheren Haus.

Rechtlicher Rahmen

Diese gesetzlichen Vorgaben sollten Sie als Planer/in beim Hagelschutz berücksichtigen.


Build Back Better

Die Methode „Build Back Better“ stammt aus der großräumlichen Aufarbeitung von Naturkatastrophen, insbesondere nach Hochwasser, Erdbeben und Sturzfluten. Heute wird das Prinzip auch nach anderen Naturschäden und kleinräumlich auf einzelne Wohngebäude angewendet. Es besagt, ein Haus nach einem großen Schaden so neu aufzubauen oder zu sanieren, dass es bei einer ähnlichen Naturkatastrophe deutlich besser vor vergleichbarem Schaden geschützt ist.

Darauf müssen Sie achten

Darum hilft das Prinzip „Build Back Better“, Ihr Haus in Zukunft zu schützen.

Hagel: Nichts für die leichte Schulter

Darum gehört der Hinweis auf möglichen Hagelschutz in jedes Planungsgespräch.

Leitfaden

Ob Neubau oder Sanierung: Schritt für Schritt zum hagelsicheren Haus.

Häufige Fragen

  • Meine Immobilie liegt bei der Hagelkarte zwischen zwei Quadraten mit unterschiedlichen Farben. Welche Gefährdung sollte ich annehmen?

    Die Gefährdung durch Hagel lässt sich nicht so exakt eingrenzen wie beispielsweise die durch Hochwasser. Die Karte basiert auf Radardaten, die die Zugbahnen von Hagelereignissen in Deutschland erfassen, und stellt eine statistische Wahrscheinlichkeit dar, von einem Hagelereignis getroffen zu werden. Diese ist jedoch generell mit einer gewissen Unsicherheit verbunden. Liegt Ihre Immobilie beispielsweise zwischen einer blauen und einer gelben Zone, sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie sich am Bereich mit der höheren Gefährdung orientieren.

  • Wo finde ich verlässliche Informationen und Empfehlungen zum Thema Hagel?

    Für Ihre langfristigen Planungen finden Sie in unserem Bauteilregister alles Wissenswerte. Um zu erfahren, wie gefährdet Ihr Wohngebäude bei Hagel ist, schauen Sie auf unsere Risikokarten und nutzen Sie unsere Checkliste. Akute Wetterwarnungen gibt es unter anderem beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Weiterlesen…

  • Gibt es Förderprogramme für Hagelschutzmaßnahmen?

    In einigen Bundesländern und einigen Kommunen gibt es Förderungen im Rahmen von Klimaanpassungsstrategien. Auch Versicherungen bieten manchmal Boni für Vorsorgemaßnahmen. Weiterlesen…

  • Muss ich Hagelschutz nachrüsten?

    Eine Nachrüstpflicht gibt es nicht generell. Bei Sanierungen oder Neubauten lohnt sich aber der Einsatz hagelresistenter Materialien – auch aus versicherungstechnischer Sicht. Weiterlesen…

  • Wer haftet bei Hagelschäden am Gebäude?

    Hagel gilt als Elementarschaden. Die Wohngebäudeversicherung deckt in der Regel Hagelschäden, sofern sie Elementarschäden einschließt.

  • Was bedeutet „Hagelwiderstandsklasse“ (HW)?

    Das ist eine Prüfnorm, die angibt, wie widerstandsfähig ein Bauteil gegen Hagelschlag ist – von HW 1 (niedrig) bis HW 5 (hoch). Weiterlesen…

  • Wie kann ich mein Dach gegen Hagel schützen?

    Durch die Wahl hagelbeständiger Dachmaterialien mit geprüften Widerstandsklassen (HW 1–HW 5). Auch regelmäßige Wartung hilft, Schwachstellen zu erkennen. Weiterlesen…

  • Gibt es Materialien, die besonders hagelresistent sind?

    Ja. Ziegel mit Hagelwiderstandsklasse, gehärtetes Glas, robuste Kunststoffverkleidungen und geprüfte Solarpanels bieten erhöhten Schutz. Hier geht’s zu unserem Bauteilregister.

  • Welche Gebäudeteile sind besonders hagelgefährdet?

    Am meisten gefährdet sind Dächer, Dachfenster, Lichtkuppeln, Jalousien, Fassadenverkleidungen und Solaranlagen. Weiterlesen…

  • Warum ist Hagel gefährlich für Wohngebäude?

    Hagel kann Dächer, Fassaden, Fenster und Rollläden beschädigen – besonders bei großen Körnern ab etwa 2 cm Durchmesser. Die Reparaturkosten können erheblich sein. Weiterlesen…