Hagel – was kann er anrichten?
Im Grunde kann Hagel alles beschädigen, was seinem Einschlag nicht standhält. Das beginnt auf dem Dach bei den dort verbauten Ziegeln, setzt sich fort bei Fenstern und Rollläden und endet noch lange nicht an der Fassade. Typische Hagelschäden sind geborstene Dachziegel, zerstörte Lichtkuppeln und Dichtungsfolien auf Flachdächern, zerbrochene Fensterscheiben und durchschlagene oder verbeulte Rollläden. Verputzte Hausfassaden können ebenso beschädigt werden wie die hinter dem Putz liegenden Dämmplatten. Auch freistehende Garagen und Gewächshäuser sowie Poolabdeckungen sind gefährdet.

Folgeschäden nicht unterschätzen
Nicht zu unterschätzen sind Folgeschäden: Sind Dachziegel, die Dichtung eines Flachdachs oder eine Lichtkuppel zerstört, dringen Hagelkörner und Regenwasser ungehindert ins Gebäude ein. Mitunter sind diese Folgeschäden verheerender als der eigentliche Schaden durch Hagelschlag.
Schon kleine Schäden sorgen für Frust
Der Großteil der versicherungsrelevanten Schäden entsteht nicht durch Großschadenereignisse – auch wenn diese individuell betrachtet die größten Schadensummen anhäufen. Zwar sind Hagelschäden oft über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Doch schon kleine und mittelschwere Schäden sorgen für Frust bei den Betroffenen, Stress und mitunter langwierige Sanierungsarbeiten. Daher ist es in besonders gefährdeten Regionen sinnvoll, bei Neubau oder einer anstehenden Sanierung Präventionsmaßnahmen mit einzuplanen.
Belastungen für Betroffene
Selbst wenn sich der finanzielle Schaden wegen des Versicherungsschutzes in Grenzen hält, gehen Schäden durch Naturgefahren fast immer mit hohen Belastungen für die Betroffenen einher. Neben dem unvermeidlichen Baulärm sind es ein verändertes Sicherheitsempfinden und der Verlust ideeller Werte, die zu Stress und Frust bis hin zu handfesten psychischen Belastungen führen.
Zielgerichtete Prävention ist möglich
Dazu muss es nicht kommen. Denn nach erfolgter Risikoeinschätzung kann jeder Haus- und Wohnungsbesitzer, jede Haus- und Wohnungsbesitzerin selbst entscheiden, welche Präventionsmaßnahmen er oder sie umsetzen will. Hierbei helfen unsere beispielhafte Kosten-Nutzen-Rechnung und unser Bauteilregister.
Kaum öffentliche Prävention
Anders als bei anderen Naturgefahren wie Hochwasser, Starkregen oder Sturmfluten gibt es so gut wie keine Möglichkeit, einen übergeordneten Schutz vor Hagelereignissen zu etablieren. Vor Hagel schützen weder Deiche noch großdimensionierte Abwasserkanäle. Obendrein sind verlässliche Vorhersage- und Warnmöglichkeiten so gut wie nicht vorhanden. Nur der konkrete, individuelle Schutz an jedem einzelnen Gebäude sorgt für verlässliche Prävention.

