Nutzungsinformationen zur Hagelkarte
Dargestellt sind Häufigkeiten von Hagelereignissen pro Jahr, basierend auf Radardaten von 2005 bis 2024 (mehr zur Quelle erfahren Sie hier). Die Rohdaten haben eine Auflösung von 1×1 km und wurden zur interaktiven Darstellung auf Zellen mit 10×10 km interpoliert. Zu beachten ist, dass die Daten das aus den Radardaten berechnete Hagelpotential darstellen, nicht den tatsächlich auf dem Boden gefallenen Hagel – hierfür fehlen die entsprechenden deutschlandweiten Daten. Eine Validierung mit Schadendaten zeigt aber die Robustheit der so interpretierten Radar-Daten. Anders als in Österreich und der Schweiz gibt es für Deutschland (noch) keine Hagel-Gefährdungskarte, die auf Hagelgrößen beruht. Es wird daher die Annahme getroffen, dass Regionen mit hohen Hagelhäufigkeiten ein höheres Risiko besitzen, von Hagel getroffen zu werden, der Schaden an Gebäuden verursacht (typischerweise ab einer Größe von etwa 2,5 cm). Dies bedeutet aber nicht, dass es in von Hagelschlag seltener betroffenen Regionen nicht auch zu Schadenereignissen durch Großhagel kommen kann. Zu bedenken ist auch, dass der Klimawandel aller Voraussicht nach die Häufigkeit von Großhagelereignissen verstärken wird. Genauere Informationen zu den Grundlegenden Daten finden Sie in unserem Beitrag über die Hagelkarte.
Wo sind sie besonders geföhrdet?
Gebiete mit vergleichsweise häufigen Hagelstürmen (hier: mehr als 1,5 Hageltage im Jahr) sind mit rötlichen Farbtönen markiert und treten auf der Schwäbischen Alb, im Voralpenland um München herum, im Taunus, dem nördlichen hessischen Bergland und der Rheinischen Bucht auf. Beachten Sie, dass das Hagelrisiko selbst innerhalb kurzer Entfernungen stark schwanken kann und die Karte diese feinen Unterschiede nicht vollständig zeigt. Wenn Ihr Ort genau zwischen zwei Rasterfeldern mit unterschiedlichen Häufigkeiten liegt, orientieren Sie sich am besten am Feld mit der höheren Hagelhäufigkeit – so schätzen Sie das lokale Risiko eher auf der sicheren Seite ein.

