Der Weg des Wassers ist entscheidend
Der Abschluss einer Elementarschadenversicherung bietet finanziellen Schutz bei Naturereignissen wie Hochwasser, Starkregen oder Sturzfluten. Entscheidend für die Frage, ob ein Schaden tatsächlich versichert ist, ist jedoch der Weg, auf dem das Wasser in das Gebäude gelangt.

Oberirdisch eindringendes Wasser
Wird ein Haus beispielsweise durch oberirdisch eindringendes Wasser infolge eines Hochwassers – etwa über Türen, Fenster oder Lichtschächte – beschädigt, handelt es sich in vielen Fällen um einen versicherten Schaden. Anders kann es bei Schäden aussehen, bei denen das Wasser nicht oberirdisch, sondern auf anderem Weg ins Gebäude gelangt.
Aufsteigendes Grundwasser
Dazu zählen beispielsweise aufsteigendes Grundwasser, drückendes Wasser infolge gesättigter Böden oder vollgelaufener Drainagesysteme sowie das Eindringen von Feuchtigkeit durch undichte Stellen in der Bauwerksabdichtung. Solche Ursachen sind häufig vom Versicherungsschutz ausgenommen. Es ist daher ratsam, sich genau über den Leistungsumfang der eigenen Elementarversicherung zu informieren und bei Unklarheiten Rücksprache mit der Versicherung zu halten oder ein fachliches Beratungsgespräch zu führen.
Lückenlos dokumentieren
Sobald Ihr Gebäude von einem Naturereignis betroffen ist, sollten Sie dies dokumentieren. Das beginnt bereits mit einem lokalen Starkregen. Sobald sich am Gebäude Wasser staut, sollte dies mit der (Smartphone-) Kamera festgehalten werden. Auch wenn auf den ersten Blick kein Schaden im Gebäude entsteht, kann das hilfreich sein. Sollte sich ein verdeckter Schaden ergeben, können Sie so bei der Ursachenfindung unterstützen.
