Massiver Heizölschaden

Anfang Juni 2013 steigt das Wasser der Donau nach vielen Tagen anhaltenden Regens bei Deggendorf in Niederbayern auf einen nie dagewesenen Höchststand. Ein Damm bricht, der Stadtteil Fischerdorf wird komplett überschwemmt. Im Ortskern steht das Wasser der Donau mehr als zwei Meter hoch. Alle Gebäude des Dorfs stehen unter Wasser. Die Aufräumarbeiten dauern Monate, mitunter gar Jahre. Doch was bedeutet das konkret für die vom Hochwasser Betroffenen?

Intensiver Ölgerucht liegt in der Luft

Am großen, unterkellerten, im traditionell-regionalen Stil erbauten Haus ist schon auf den ersten Blick sichtbar, dass Heizöl das gesamte Erdgeschoss kontaminiert haben könnte. Braune Verschmutzungen an der Außenwand und ein intensiver Ölgeruch im Gebäude legen diesen Verdacht nahe.

Deutliche Verschmutzungen an den Wänden

An den vom Putz befreiten Wänden im Innern des Hauses zeigen sich ebenfalls massive Verunreinigungen, die auf Heizöl hindeuten. Schon erste Untersuchungen mit einem Photoionisationsdetektor bestätigen den Verdacht. Der Gutachter des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) stellt an unterschiedlichen Stellen im gesamten Erdgeschoss und in der Zwischendecke zwischen Keller und Erdgeschoss Ölrückstände fest. Das Heizöl ist tief in die Gebäudestruktur eingedrungen. Die Verschmutzungen sind so groß, dass sie auch ohne weiterführende Laboranalysen für den Gutachter des IFS zu dem Schluss führen, dass die wirtschaftlich sinnvollste Maßnahme ein Abriss des gesamten Gebäudes ist.

Schon erster Blick genügt: Abriss ist unumgänglich

Tatsächlich lassen die Eigentümer ihr Wohnhaus abreißen. Auf dem Grundstück errichten sie in den Folgejahren einen Neubau. Neben der Tatsache, dass die Bewohner viele Monate in einer fremden Wohnung leben mussten, haben sie durch das Hochwasser auch viele Erinnerungsstücke, Möbel und weitere Habseligkeiten unwiederbringlich verloren.


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