Im Juni 2023 ziehen mehrere Gewitter über Neu-Ulm an der Donau. Mindestens zweimal hagelt es dabei; nicht besonders stark, und doch mit Folgen. Ein paar Tage nach den Unwettern stellt ein Mitarbeiter Schäden an den Lichtkuppeln auf dem Dach einer großen Lagerhalle fest.

Vorschaden führt im Hagelsturm zum Rahmenbruch
Die beschädigten Lichtkuppeln waren bereits vor dem Hagelschlag vorbeschädigt. Das analysiert ein Gutachter des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung, das den vermeintlichen Hagelschaden einige Wochen nach dem Unwetter untersucht. Schon das verhältnismäßig kleine Hagelereignis hat dann dazu geführt, dass an den Lichtkuppeln Kunststoffteile durchschlagen wurden und die Rahmen der Kuppeln gebrochen sind.
Hagel und Wasser dringt nicht ins Gebäude ein
Der Nutzer der Lagerhalle hat Glück: Die Lichtkuppeln bleiben intakt, es dringt weder Hagel noch Regenwasser in das Gebäude ein. Wären die Hagelkörner größer gewesen als die 0,2 bis 0,8 Zentimeter Durchmesser, die ein meteorologisches Fachinstitut für die Gewitter im Juni 2023 ermittelt hat, der Schaden hätte deutlich größer ausfallen können.
Alte, marode Lichtkuppeln
An den rund 800 Lichtkuppen – alle mindestens 20 bis 30 Jahre alt – hat sichtbar der Zahn der Zeit genagt. Moose haben sich auf ihnen breit gemacht, Flechten spießen an den Dichtungsgummis. Nicht wenige weisen erste Risse und Sprünge auf. Auch dort zeigen sich erste Moose. An den beschädigten Lichtkuppeln zeigen sich diese Spuren auch an den Bruchstellen. Der Gutachter geht daher davon aus, dass es dort bereits Risse gab. Als nun Hagelkörner auf diese vorgeschädigten Stellen treffen, kann das durchaus gereicht haben, ganze Stücke aus dem Kunststoff ausbrechen zu lassen.



