Tipps zur Vorbereitung und zur richtigen Wartung

Schützen Sie Ihr Haus dauerhaft vor Überschwemmungen

Starkregen tritt häufig ohne Vorwarnzeit auf. Jedes aufziehende Unwetter liefert das Potenzial für (wenigstens lokale) Überflutungen. Nicht immer greifen die Unwetterwarnsysteme – besonders dann nicht, wenn sich Unwetter lokal bilden. Darum ist es wichtig, dass die private Vorsorge im Notfall auch funktioniert. Wir geben Tipps zur Vorbereitung und zur richtigen Wartung.

Unwetterwarnung per App.
Eine Frau erhält eine Unwetterwarnung auf ihr Smartphone. © Elementa / Christina Haristes

Wenn das Unwetter beginnt, muss die private Vorsorge wie etwa der Schutz des eigenen Hauses oder der eigenen Wohnung ohne wenn und aber funktionieren. Bedenken Sie, dass der Aufenthalt im Freien während eines Gewitters lebensgefährlich sein kann und Sie daher Schutzmaßnahmen nur vor Beginn des Unwetters einleiten sollten. Extreme Starkregen treten gehäuft während der warmen Jahreszeit auf. Beobachten Sie deshalb in den Sommermonaten aufmerksam die Großwetterlage und treffen Sie schon bei latenter Unwettergefahr die – bestenfalls erprobten – nötigen Vorkehrungen.

Der Schutz Ihres Hauses vor Überschwemmung erfordert eine kontinuierliche Vorbereitung und Instandhaltung. Folgende wichtige Schritte sollten Sie daher auf jeden Fall befolgen:

Überprüfen Sie alle Hochwasserschutzsysteme mindestens einmal jährlich und vor der Sturmsaison.

  • Pumpe im Pumpensumpf
    Gießen Sie einen Eimer Wasser in die Grube, um sicherzustellen, dass die Notfallpumpe ordnungsgemäß aktiviert wird.
  • Ventile
    Überprüfen Sie Rückstau- und Entlüftungsklappen auf Verstopfungen oder Beschädigungen.
  • allgemeiner Überflutungsschutz
    Prüfen Sie Ihren Vorrat an Sandsäcken und Sand auf deren Zustand
  • Überflutungsbarrieren
    Testen Sie die Hochwasserschutzbarrieren und besprühen Sie sie mit einem Schlauch, um die zu schützenden Fenster und Türen auf Undichtigkeiten zu prüfen.

Reinigen Sie regelmäßig Dachrinnen, Fallrohre, Regenwasserkanäle, Sickerschächte und Mulden. Laub, Sedimente oder Ablagerungen können die Entwässerung blockieren und Wasser in Richtung Ihres Hauses umleiten. Ersetzen Sie zerquetschte Rohre oder verrostete Gitter sofort.

Lagern Sie Hochwasserschutzbarrieren und die zur Installation nötigen Werkzeuge (etwa Schraubendreher und Taschenlampe) an einem deutlich gekennzeichneten und zugänglichen Ort, am besten im Erdgeschoss des Hauses. Beschriften Sie jede Komponente Ihres Hochwasserschutzbarrieren-Kits und üben Sie die Installation bei schwachem Licht oder Regen – während einer echten Überschwemmung haben Sie möglicherweise nur wenige Minuten Zeit.

Bereiten Sie ein Hochwasser-Notfallset (pdf) mit dem Nötigsten vor, inklusive Taschenlampe, Batterien, Decken, Erste-Hilfe-Material, einem klassischen Radio und haltbarer Lebensmittel.

Bewahren Sie wichtige Dokumente (Versicherung, Ausweis, Urkunden) in einem wasserdichten Behälter in einem oberen Regal auf, sofern diese Dokumente im Keller lagern. Besser ist es, sie in einer von Überschwemmung nicht bedrohten Etage aufzubewahren. Erstellen Sie einen klaren Evakuierungsplan! Wenn eine Überschwemmung unmittelbar bevorsteht, schalten Sie die Hauptstrom- und Gaszufuhr ab. Bringen Sie anschließend Möbel und Wertsachen in höhere Stockwerke, sofern dazu die Zeit reicht. Beachten Sie immer den nötigen Eigenschutz.

Nutzen Sie Wetter- und Warn-Apps, um über lokale Wetter- und Hochwasserwarnungen informiert zu sein. Das klassische Radio mit Kurbelgenerator oder Batterie ist in Notfalllagen eine unverzichtbare, weil strom- und internetunabhängige Quelle für Informationen.

Informieren Sie sich am besten schon jetzt über Ihre Hochwasserzone und die Basis-Hochwasserhöhe. Bedenken Sie: Selbst Häuser außerhalb ausgewiesener Überschwemmungsgebiete können bei starkem Regen überfluten.