Ein Kaltlufttropfen (auch DANA, spanisch für Depresión Aislada en Niveles Altos = „isoliertes Höhentief“) ist eine abgeschnittene Kaltluftzelle in der oberen Troposphäre (5–10 km Höhe), die durch Mäanderbildung des Jetstreams entsteht. Diese isolierte Luftzelle rotiert langsam gegen den Uhrzeigersinn und kann tagelang stationär bleiben. Durch die Kollision der kalten Höhenluft mit warmer, feuchter Bodenluft – besonders über dem warmen Mittelmeer im Herbst – entsteht extreme atmosphärische Instabilität mit sintflutartigen Gewittern, Sturzfluten und Starkwinden. Anders als bei üblichen Tiefdruckgebieten lässt sich bei einer DANA Situation (fast) kein Luftdruckabfall am Erdboden feststellen, was dieses Wetterphänomen früher rätselhaft erschienen ließ.
